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Das Humordrama

Das Humordrama ist eine spezifische Methode zur Behandlung von Gelotophobie (= Angst vor Lachen), eines diagnostischen Konzepts, das seit kurzem weltweit untersucht wird. Erika Kunz und Michael Titze haben dieses Konzept vor 15 Jahren erstmals im klinischen Bereich untersucht. Dabei wurde das Humordrama entwickelt und erprobt. In den Präsentationen werden die methodischen Voraussetzungen des Humordramas anschaulich erläutert und demonstriert. Die therapeutische Bedeutung des Clowns und dessen Vorgehensweisen werden dabei transparent.

Literatur:

W. Ruch (Hrsg.): Sonderausgabe zu Gelotophobia. Humor - International Journal of Humor Research, 25, 2009
M. Titze: Die heilende Kraft des Lachens. Kösel, München 1997 (6. Aufl.)
mit eigenem Beitrag von Erika Kunz.

Einführung in das Humordrama

Das Humordrama ist eine Synthese von analytischer Kurzzeittherapie, Psychodrama und therapeutischer Clownsarbeit. Die Grundannahme ist, dass die Persönlichkeit eines Menschen auf bestimmte „primäre Themen“ reduzieren lässt, die biographieübergreifend sind. In diesen Themen manifestiert sich die individuelle Dynamik, das affektive Bewegungsgesetz. Vielfach wurde diese Dynamik im Laufe der Sozialisation aber auch gehemmt, weil Rollen übernommen werden mussten, die sich in einengenden, häufig auch beschämenden „Man-muss“ –Vorstellungen äußern. Der betreffende Mensch nimmt schließlich bereichsweise die Identität eines unfreiwilligen Clowns an. Er / Sie fühlt sich fremd in einem Körper, der sich nicht mehr so bewegen darf, wie es der individuellen Dynamik entspricht. Diese hemmende Konflikthaltung wird im Humordrama gezielt herausgearbeitet. Mit Hilfe des „therapeutischen Clowns“ wird ein paradoxer Perspektivenwandel vollzogen, der zu einer bewussten Annahme und Übertreibung der (körper)sprachlichen Konsequenzen dieser Hemmung führt. Damit wird die Identität des „freiwillingen Clowns“ angenommen, der sich bedingungslos über die entsprechenden „Man-muss“ Vorstellungen hinwegsetzen kann!

In den Workshops werden die Voraussetzungen des Humordramas auf der Grundlage authentischer Selbsterfahrung erarbeitet. Die Bedeutung und Vorgehensweise des „therapeutischen Clowns“ als großem Provokateur und primärer Identifikationsfigur wird dabei transparent.